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Eulenpfad

Rückblick auf die Jüdischen Kulturtage 2023 in Peine

27.09.2023

Die vierten Jüdischen Kulturtage sind erfolgreich zu Ende gegangen

Die Stadt Peine und das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. haben mit vielen Partnerinnen und Partnern zu den Jüdischen Kulturtagen zwischen Harz und Heide eingeladen. Diese standen in diesem Jahr unter dem Motto „jung und jüdisch“ und fanden in der Zeit vom 14. August bis 22.September statt.

Die Jüdischen Kulturtage fanden bereits zum vierten Mal statt. Das bunte und vielfältige Programm umfasste mehr als 60 Veranstaltungen, die sich über die gesamte Region zwischen Harz und Heide erstreckten: Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Jüdisches Kino, eine mobile Laubhütte als Bühne und vieles mehr. Hier wurde interessierten Besucherinnen und Besuchern aller Altersgruppen etwas geboten.

Porträt von Sally Perel im Eingangsbereich der nach ihm benannten Grundschule VGS Wallschule Sally Perel Peine

Sally Perel wurde als Salomon Perel am 21. April 1925 in Peine geboren und wuchs als jüngstes Kind osteuropäischer-jüdischer Eltern in der Eulenstadt auf. Hier besuchte er die Grundschule Wallschule, die 2022 nach ihm benannt wurde.
Mit der Umbenennung erfüllte sich ein lang ersehnter Wunsch von Perel, der sehr präsente Erinnerungen an seine kurze Peiner Schulzeit hatte. 1933, Salomon war acht Jahre alt, wurde die Familie nach Polen vertrieben. Wenig später trennten sich die Wege der Familie; ausgelöst durch das deutsche Naziregime. Salomon war als 14-Jähriger auf sich alleine gestellt. 

Die Geschichte seines Überlebens hat er in seiner weltbekannt gewordenen Autobiografie „Ich war Hitlerjunge Salomon“ niedergeschrieben.



Ein buntes Programm für Jung und Alt

Der Sally-Perel-Tag als Höhepunkt der Jüdischen Kulturtage begann bereits vormittags mit einem Beitrag der Kirchen in Form einer Matinee. Diese wurde ökumenisch von Pfarrer Hendrik Just und Superintendent Dr. Volker Menke gestaltet. Für die musikalische Untermalung sorgte ein Flötenensemble der Kreismusikschule. Inhaltlich stand das Thema „Was Christen und Welt dem Judentum verdanken“ im Fokus.

Anschließend konnten die Besucherinnen und Besucher den Aufbau und das Schmücken der Sukka erleben. Diese traditionelle Laubhütte hat als Symbol der Erntedankzeit und des Laubhüttenfestes eine besondere Bedeutung im Judentum. Verschiedene Gäste wurden jeweils zur vollen Stunde in der Sukka erwartet, um dort miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Sukka auf dem Historischen Marktplatz in Peine.
Die Sukka auf dem Historischen Marktplatz in Peine.
Die geschmückte Sukka am Sally Perel Tag.
Die geschmückte Sukka am Sally Perel Tag.
 
Aufbau der Sukka auf dem Historischen Marktplatz in Peine.
Aufbau der Sukka auf dem Historischen Marktplatz in Peine.

Die Sukka diente am Sally-Perel-Tag als außergewöhnliche Bühne und konnte nur durch die großartige Unterstützung und das Engagement der Lebenshilfe Peine-Burgdorf zur Verfügung gestellt werden. Sie soll zukünftig auf dem Schulhof der Grundschule VGS Wallschule Sally Perel ihren Platz finden.

Die Stadtjugendpflege bot Kreativangebote rund um das Thema Freundschaft und Völkerverständigung an, die speziell auf junge Teilnehmende zugeschnitten waren.
Außerdem war ein Infostand der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN BdA) präsent, an dem alle die Möglichkeit hatten, sich über die Arbeit und Ziele der Vereinigung zu informieren.

Nach dem Angebot, die Stolpersteine auf dem Historischen Marktplatz zu putzen, lud Dr. Jens Binner zu einer spannenden Stadtführung ein, die die jüdische Geschichte in Peine beleuchtete und Einblicke in die Vergangenheit gewährte.

Als abschließenden Höhepunkt des Sally Perel Tages wurde eine Führung durch die Ausstellung „Gekommen um zu bleiben…“ im Peiner Forum angeboten.

Beim Sally-Perel-Tag wurde ein buntes und abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt geboten geboten. Die Besucherinnen und Besucher konnten tiefe Einblicke in die jüdische Kultur und Geschichte gewinnen und gleichzeitig das Miteinander und die Vielfalt in Peine feiern.

Die Jüdischen Kulturtagen wurden unterstützt durch die Städte Peine und Braunschweig, die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, die Bürgerstiftung Braunschweig, die Kulturförderung des Landkreises Peine, die Stadtwerke Peine und die Volksbank BraWo.
Schirmherr der Veranstaltungsreihe ist Michael, Fürst, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen K.d.ö.R.

(c) Stadt Peine - Der Bürgermeister