Privatsphäre-Einstellung

Wir verwenden auf dieser Website Cookies, die für den Betrieb der Website notwendig sind und deshalb auch nicht abgewählt werden können. Wenn Sie wissen möchten, welche Cookies das sind, finden Sie diese einzeln im Datenschutz aufgelistet. Unsere Webseite nutzt weiterhin externe Komponenten (YouTube-Videos, Google-Map, Google Analytics), die ebenfalls Cookies setzen. Durch das Laden externer Komponenten können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Notwendige Cookies werden immer geladen

Google Translate

Mit Google Translate kann diese Webseite in andere Sprachen übersetzt werden. Wenn Sie eine Sprache auswählen, rufen Sie Inhalte auf Google-Servern ab. Der Webseitenbetreiber hat keinen Einfluss auf die Verarbeitung Ihrer Daten durch Google. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Daten an Google übermittelt werden, schließen Sie dieses Fenster mit einem Klick auf "X".

Barrierefrei-Menü
Schriftgröße
NormalGroßSehr groß
Kontrast
NormalStark
Bilder
AnzeigenAusblenden
Vorlesen
Röhrse

Röhrse- Eine historische Betrachtung

Im Detail

Die kleine Gemeinde Röhrse ist seit dem 1. März 1974 ein Stadtteil von Peine. Ältere Belege führen sehr leicht zu Verwechslungen mit Röhrsen im Landkreis Ülzen.

In einer Urkunde aus dem Jahre 1331 wird der Ort zum ersten Mal genannt. Man schrieb den Ortsnamen Rothersen. Die späteren Schreibweisen wechselten dann von Rodersem (1382) über Roderssen (1406), Roderße (1458), Rödersen (1458), Rortze (1534) bis Roerße (1561) und Roerssen (1582). Aber auch die Schreibweise Roersse. Roerse, Röerße und andere tauchen in den Urkunden auf.

Der Ort lag früher im Spannungsfeld des Fürstbistums Hildesheim und des Herzogtums Braunschweig- Lüneburg. Die Einwohner waren Untertanen der Welfenherzöge, aber auch dem Bischof abgabepflichtig. Daran erinnern im Ortswappen vor allem die hildesheimischen Farben Rot/Gold und der lüneburgische Löwe in einem „Wolkenbord“.

Das ist eine stilisierte Wolke, deren Fläche 16 Ausbuchtungen besitzt. Diese sollen an die ehemals 16 Reihenstellenbesitzer erinnern, die sich aus der Grenzlage des alten Dorfes ergaben. In dieser Wolkenfläche steht mitten im Wappen der Welfenlöwe. Der Ortsrat beschloß am 21. Februar des Jahres 1967 dieses Wappen, die Genehmigung des lüneburgischen Regierungspräsidenten erfolgte am 9. Mai 1967.

Die Kapelle in Röhrse

Die kleine Kapelle in Röhrse wurde im Jahre 1839 erbaut. Sie präsentiert sich heute als hübscher Fachwerkbau in der Dorfmitte. Die Gefache sind mit Ziegeln ausgemauert, in der Mitte ziert ein viereckiger Dachreiter mit einer Glocke das Gotteshaus. Eine Kapelle hat in Röhrse schon in den vorigen Jahrhunderten bestanden. Man nimmt an, daß sie aus dem Jahre 1534 stammte. Früher gehörte das Dorf zum Kirchspiel Sievershausen. Im Rahmen der Gebietsreform kam der selbständige Ort am 1. März 1974 zur Stadt Peine. Kirchlich wurde die Kapellengemeinde Röhrse mit der Kirchengemeinde Vöhrum verbunden.

Die Innenausstattung der kleinen Kapelle ist schlicht in Weiß und Gold gehalten. Der Wandteppich über dem Altar ist neueren Datums. Über viele Jahre haben die Röhrser ihre Kollekten dafür zusammengetragen. Der Bildteppich wurde von dem hannoverschen Maler und Bildhauer Helge Michael Breig geschaffen und im Jahre 1991 der Gemeinde übergeben. Er ist im sogenannten „Klosterstich“ ausgeführt, einer Technik, in der aufgelegte Fäden vernäht werden. Dieses herrliche Schmuckstück stellt auf 160 x 120 cm Szenen aus der Apostelgeschichte Kap. 2 dar: „Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre, im Brotbrechen und im Gebet.“

In der schmucken Anlage vor der Kapelle steht inmitten von bunten Blumen ein Kriegerdenkmal, das an die Gefallenen der beiden Weltkriege erinnern soll.

Text von Jürgen Hodemacher aus dem Buch "Der Landkreis Peine seine Stadt und Dörfer" erschienen im Elm Verlag

Wappen
Wappen